Sabine Michel

Malerei als Ausgleich

Als kreativen Ausgleich in meinem Leben entdeckte ich die Malerei. Die Malerei gibt mir die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren. Man kann das Mögliche und Unmögliche kombinieren und mischen. Wenn es nicht gelungen ist, dann regelt eine neue weiße Grundierung wieder alles und ein Neuanfang beginnt. Das, was man vorher gemalt hat, geht nicht verloren, denn das, was darunter ist, zeigt sich immer wieder auf eine Weise im Neuen.

In Workshops erlernte ich das Arbeiten mit Eitempera und Pigmenten und das Bauen der eigenen Rahmen bei Veronica Olma. Durch die Kombination der einzelnen Techniken erschließen sich immer neue Ebenen. In 2014 kam dann durch Gabriele Musebrink die Arbeit mit Mamormehl, Baumaterialien und Sumpfkalk dazu. Dies eröffnete eine neue Welt an Möglichkeiten und kreativen Ansätzen.

Ausstellungen der Malerei:

2009 Alcon Pharma, Freiburg
2010 Offenes Atelier, Emmendingen
2011 Offenes Atelier, Emmendingen
2012 Caritas, Freiburg
2014 Offenes Altelier, Emmendingen

Arbeiten mit Marmormehl und Sumpfkalk auf Seidelbastpapier o. Leinwand

Arbeiten mit „lebendigen“ Spachtelmassen ist sehr spannend und ein sich ständig wandelnder Prozess. Diese Materialen bekommen Risse an Stellen, wo es nicht vorgesehen war. Das Material tut einfach nicht genau das, was man sich so vorgestellt hat. Es hält nicht da, wo man es haben wollte und es nimmt die Farbe anders an als gedacht. So entsteht eine unerwartete Lebendigkeit. Dabei ist es offensichtlich, was geschieht und ich habe die Wahl mich darauf einzulassen. Das Arbeiten mit diesen „offenen“ Materialien erlaubt mir die Tiefe herauszuholen, abzutauchen, gespannt sein auf was sich zeigt. Bei der Arbeit mit dieser Technik ist meine Geduld herausgefordert, denn die einzelnen Schritte brauchen ihre Zeit und lassen sich nicht drängeln.

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Arbeiten mit Acrylfarben

Acrylfarben sind für mich eher „geschlossene“ Farben, sie trocknen sehr schnell und Veränderungen lassen sich dann eher durch Überdeckung, als durch verbinden und verwischen bewirken. Dabei scheinen untere Schichten durch Ihre Struktur und Haptik durch. Mit Acryl arbeite ich gerne mit sehr kräftigen Farben und nutze deren Leuchtkraft. Sie lassen sich verziehen, gießen, spritzen und klecksen, aber auch fein und filigran auftragen. Kombinationen von unterschiedlichen Acryllacken, Sprühlacken und Lasuren gehen fließende und unvorhersehbare Verbindungen ein. Einmal gestartet ist dieser Prozess nicht mehr aufzuhalten, solange, bis die Farben zur Ruhe kommen und vollständig trocken sind.

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